Prämierungen

Jedes Jahr trifft eine Auswahlkommission der Zürcher Mittelschulen aus allen Maturaarbeiten im Kanton Zürich eine Vorauswahl von etwa 50 Arbeiten (ca. zwei pro Schule), die jeweils im Mai öffentlich ausgestellt und von einer Jury, bestehend aus Vertretern aus Bildung, Kultur und Wissenschaft, prämiert werden.
In Ergänzung zu diesen kantonalen Auszeichnungen findet jeweils im Rahmen der Maturfeier eine schulinterne Prämierung statt. Dafür konnte der Ehemaligenverein als Sponsor gewonnen werden, dem für seine Grosszügigkeit und sein Engagement an dieser Stelle ein Dank gebührt.

2020

Auch 2020 prämierte die Auswahlkommission der Zürcher Mittelschulen zwei Maturitätsarbeiten unserer Schule. Ausgezeichnet mit einem der fünf Hauptpreise vom Kanton Zürich wurde Hussein Husseinis Maturitätsarbeit „Das Schicksal der geflüchteten Vögel - eine Erzählung“.
Einen kantonalen Anerkennungspreis erhielt David Messmer für seine Arbeit „Faszination Polarlicht - Experiment und Expedition“. Coronabedingt fand die Ausstellung der Arbeiten dieses Jahr online statt.

Hussein Husseini, 6d: „Das Schicksal der geflüchteten Vögel - eine Erzählung“

«Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.»
Seit viereinhalb Jahren lebt Hussein in der Schweiz. Während dieser Zeit eignete er sich eine Sprache an, die es ihm erlaubt hat, seine Erinnerungen an die Flucht aus Afghanistan in Worte zu fassen, die uns als Leser*innen zu packen und zu berühren vermögen. Um die Bilder, die Hussein von seinen Fluchtversuchen übers Meer nach Griechenland im Kopf hatte, bestätigt zu sehen, suchte er seine Gefährten von damals auf und befragte sie. Um die bedrückenden Gefühle während den ersten Wochen seiner Internierung in den Schweizer Aufnahmestationen nachvollziehen zu können, kehrte er an die Orte seiner Ankunft zurück.
Nur schwer zu ertragen ist, was Hussein von den 30 Tagen im Bergesinnern auf der Lukmanier-Passhöhe zu berichten weiss. Mit den 28 Kapiteln seiner Erzählung, die er aus all diesen Erinnerungen und Recherchen geschaffen hat, gibt Hussein allen Flüchtlingen, die Ähnliches erfahren haben, eine Stimme. Von der Verabschiedung seiner Mutter am Anfang bis zum Sprachkurs in Regensdorf am Ende ringt der Text nach angemessenen Formulierungen, nach treffenden Bildern, um das zum Ausdruck zu bringen, was für uns Leser*innen unbegreiflich bleiben wird. (Betreuung: Markus Hanhart)

David Messmer, 6d: „Faszination Polarlicht - Experiment und Expedition“

Die vorliegende Maturaarbeit versucht, das Phänomen des Polarlichts auf einer theoretischen, einer experimentellen und einer praxisnahen Ebene zu erklären. Auf diese Weise lernt der Leser das Spektakel aus drei verschiedenen Perspektiven kennen. Konkret ist die Arbeit in folgende Abschnitte aufgeteilt: Theorie, Experiment und Expedition. Genau so hat der Autor auch seinen Prozess strukturiert: Zu Beginn wurde viel über das Polarlicht recherchiert; danach erzeugte der Autor ein künstliches Polarlicht in einer Vakuumkammer; und zum Schluss fand eine Reise in den Norden Norwegens statt. Dort wurde dieses eindrückliche Licht gejagt und dank minuziöser Vorbereitung und grossem Glück schliesslich mit Fotokameras eingefangen. Darüber hinaus umfasst die Maturaarbeit Analysen der jeweiligen Ergebnisse sowie Vergleiche der einzelnen Komponenten der Studie. Dabei sind Widersprüche, die sich zwischen der Theorie und der Realität herauskristallisierten, besonders interessant: Diese zeigen auf, dass die Wissenschaft das Polarlicht noch nicht vollständig erfasst hat. Dementsprechend lüften sich die Geheimnisse des physikalischen Wunders im Endprodukt der Arbeit nur begrenzt. Dies allerdings mindert keineswegs die zauberhafte Wirkung des Himmelsschauspiels – was im separaten Fotoalbum mit ausgewählten Bildern veranschaulicht wird. (Betreuung: Elisabeth Germann)

2019

Natalie Wüst, 6d und Fabrizio Lanfranchi, 6e haben für ihre hervorragenden Maturitätsarbeiten einen Anerkennungspreis von Impuls Mittelschule erhalten. Ihre Arbeiten waren vom 15. bis zum 29. Mai im Lichthof der Uni Zürich zu sehen.

Natalie Wüst hat in ihrer Arbeit "Die Toten unter der Schule" die Ausgrabung der Skelettfunde im Johanniter dokumentarisch mit der Kamera begleitet und mit grossem Engagement und viel Selbständigkeit einen eigenständigen Filmstil entwickelt. Ihr Dokumentarfilm zeichnet sich durch eine persönliche Note und gleichzeitig durch grosse Sachlichkeit und viel gesammeltes Wissen aus.      

Die Maturaarbeit von Fabrizio Lanfranchi "Endolysine als antimikrobielle Wirkstoffe" basiert auf hochwissenschaftlicher Arbeitsweise und dem Einsatz modernster Labortechniken:
Fabrizio hat untersucht, inwiefern sich zwei Peptidoglykan-Hydrolasen (hochspezifische Enzyme, die den Zelltod bei Bakterien herbeiführen können) als potentielle Wirkstoffe gegen bestimmte Bakterien eignen.

2018

Ausgezeichnet vom Kanton und ausgestellt an der Pädagogischen Hochschule in Zürich wurde Martina Müllers Maturitätsarbeit «Sieben kleine Prosagedichte - literarische Übersetzung von sieben Petits poèmes en prose Baudelaires».

Ebenfalls einen kantonalen Preis und einen Ausstellungsplatz an der PH bekam Angelika Tanners Arbeit «So macht Schwyzerörgeli spile Spass».

Der interne Hauptpreis der Kantonsschule Küsnacht ging dieses Jahr an Virginia Zaretskie für ihre Maturitäsarbeit «Mirror, Mirror - die Entstehung eines Theaters».

Honoriert mit einem internen Anerkennungspreis der Kantonschule Küsnacht wurde Tiffany Koch für ihre Arbeit «Typisch Mädchen - typisch Jungs».

Einen Anerkennungspreis erhielt weiter Sarah Rogler für ihre Arbeit «Regulation der Expression des pH Rezeptors OGR1 intestinalen Fibroplasten unter Hypoxie-Bedingungen».

Ebenfalls honoriert mit einem Anerkennungspreis wurde Manon Lussi für ihre Arbeit «Mit einem Schlag – Wie ein Schlaganfall das Alltagsleben beeinflusst».

Ein weiterer Anerkennungspreis ging an Philomène Incicis Arbeit «Aus dem Leben einer Geige».

Eine Anerkennung erhielt auch Emanuel Stüdeli für seine Arbeit «Endlich Vanillin»

Ebenfalls eine Anerkennung verdiente hatte Anna Sophia Corcoran für ihre Arbeit «Islam im Schweizer Klassenzimmer».

Last but not least ging eine siebte Anerkennung an Juliette Galatoire für die Arbeit «Mein Jahr mit Debussy»